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23.03.2011 08:28 Alter: 2 yrs

Zu Besuch bei Maybrit Illner

Kategorie: Berichte
Von: Marie Hofer

Der Seminarkurs Medien und Politik in der Hauptstadt Berlin

Vom 17. bis zum 20. März 2011 waren wir Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses "Medien und Politik" mit unseren Lehrern Herr Förtsch und Herr Wirsam auf einer Exkursion in Berlin.

Da der Seminarkurs in diesem Schuljahr als Abschlussprojekt eine eigene Talkshow im Festsaal des Firstwalds veranstaltet, informierten wir uns, indem wir die Talkshow von Maybrit Illner am Donnerstag, den 17. März 2011 live besuchten. Die Show zum Thema "Zeitenwende auch bei uns - Verändert Japan alles?" kann in der ZDF Online-Mediathek nochmal angesehen werden. Während der Show erhielten wir Einblicke hinter die Kulissen und konnten Anregungen und Eindrücke für unsere eigene Talkshow sammeln.

Am Freitagmorgen setzten wir unser Programm mit einer zweistündigen Stadtrundfahrt fort und hatten nachmittags ein exklusives Interview mit der ZDF-Redakteurin Sabine Orner zur Nachbesprechung der Talkshow. Anschließend erhielten wir eine Führung durch die ZDF-Hauptstadtstudios. Den restlichen Tag verbrachten wir in Gruppen selbständig in Berlin.

Der Samstagmorgen wurde für einen Besuch im Bundestag genutzt, wo wir an einen Vortrag mit anschließender Fragerunde teil nahmen. Davor besichtigten wir die Reichtagskuppel.

Nach einer Mittagspause besuchten wir das Museum für Kommunikation, wo wir uns die Ausstellung "Gerüchte" anschauten. Unser Abendprogramm führte uns ins Berliner Kabarett-Theater "Distel", wo ein lustiges und unterhaltsames Stück mit dem Titel "Berlin 21 - Das Schweigen des Lammert" aufgeführt wurde.

Am Sonntagmorgen frühstückten wir und fuhren anschließend zurück in Richtung Heimat, wo wir nach 9 Stunden Busfahrt auch ankamen.

Alles in allem waren wir Schüler uns mit den Lehrern was unser Fazit anging einig: Die Exkursion war ein voller Erfolg, ohne Zwischenfälle oder Probleme und der Spaß kam sicher nicht zu kurz!

 

Hinter den Kulissen des ZDF - Ein Gespräch mit der Redaktionsleiterin von Maybrit Illner

 

Am Freitag den 18. März trafen wir uns nach einer Stadtrundfahrt mit der Redaktionsleiterin Sabine Orner im Hauptstadtstudio des ZDF.

In der Eingangshalle, wo am Abend zuvor noch das Studio aufgebaut war, wurden wir freundlich von ihr empfangen. Nach einer kurzen Einführung über das Studio nahm sie uns mit in einen Konferenzraum, wo sie uns für alle Fragen offen stand.

Die erst halbe Stunde erzählte sie uns grundlegende Dinge über die Talk-Show.

Danach beantwortete sie unsere Fragen zu den Gästen, dem Thema, der Moderation und vielem mehr.

Wir erfuhren, dass das Thema der Talk-Show meist erst ein bis zwei Tage vor der Talk-Show festgelegt wird. Die restliche Woche (die immer zwischen zwei Talk-Shows liegt) ist das ganze Team damit beschäftigt die aktuellen Themen im Auge zu behalten und herauszufinden welches Thema der Woche die Bevölkerung am meisten interessiert.

Erst wenn sie sich auf ein Thema festgelegt haben beginnt die Suche nach den Gästen. Um die geeigneten Gäste für das Thema zu finden wird nach ihnen in der Zeitung, dem Fernsehen und dem Internet recherchiert.
Ein klarer Vorteil ist, dass die Talk-Show direkt in Berlin stattfindet, jedoch muss trotzdem mit vielen Absagen gerechnet werden, was heißt, dass man sich viele mögliche Gäste herausgesucht haben muss.

Bei dem Ablauf der Talk-Show ist das nicht anders. Da man nie wissen kann in welche Richtung die Diskussion verlaufen wird, müssen sehr viele Filmbeiträge vorbereitet sein, damit Maybrit immer wieder einen Filmbeitrag in die Talk-Show mit einbeziehen kann.

Damit auch der richtige Film abgespielt wird, werden für jeden Film bestimmte Stichwörter vereinbart, welche Maybrit dann in der Anmoderation des Films benutzt.

Darüber hinaus erzählte uns Sabine Orner auch was geschehen würde wenn Maybrit einmal krank sein sollte.
Das ist in den 12 Jahren, seitdem diese Talkshow läuft, zum Glück noch nie vorgekommen. Sollte dieser Fall jedoch einmal eintreten, wird die Talk-Show von dem Redaktionsleiter und vertraglichem Stellvertreter Maybrits, Wolfgang Klein, moderiert.

Sabine Orner beantwortete unsere Fragen sehr offen und ausführlich.

Außerdem zeigte sie großes Interesse an unserem Abschlussprojekt, welches eine politische Talkshow darstellt.

Sie gab uns den Tipp den Titel unserer Talkshow etwas aggressiver zu formulieren und gab uns unter anderem auch den Hinweis, dass das genaue Thema erst nach dem Aussuchen der Gäste festgelegt werden kann.

Darüber hinaus bat sie darum das genaue Datum und den Titel unserer Talkshow auf die ZDF Facebookseite zu posten.

Außerdem wies sie darauf hin, dass man sich, falls Interesse an einem Praktikum beim ZDF bestehen sollte, gerne per E-Mail an sie wenden kann.

Da noch so viele Fragen offen standen verlängerten wir das Gespräch um eine halbe Stunde.

Wir hätten noch lange weiterreden können, jedoch wartete schon die Führung durch das ZDF Hauptstadtstudio auf uns#

Annika, Janne

 

Gerüchte, Gerüchte...

Museum für Kommunikation, Berlin, an einem Samstagnachmittag und mittendrin der Seminarkurs des Firstwaldgymnasiums.

 

Servus, Konnichi wa, Bonjour und Ciao. Schafe aus Pappe stehen im Foyer und begrüßen Gäste auf allen Sprachen dieser Welt. Also Kommunikation im klassischen Sinne. Doch das "Museum für Kommunikation" in Berlin ist alles andere als "klassisch". Noch bevor man das prachtvolle Gebäude betritt muss man unwillkürlich stehen bleiben. Grelle Aufkleber, die wie eine Tapete an einem Berliner Mülleimer haften, ziehen die Blicke auf sich. Es handelt sich dabei nicht um politische Parolen sondern um die äußert kreativen und klebefähigen Eintrittskarten.

 

Das Museum für Kommunikation  Berlin verbindet auf eine interessante Art und Weise die Vergangenheit mit der Zukunft. Mit einer Dauerausstellung  machte es die Herkunft, die Entwicklung und die Zukunftsperspektiven der Informationsgesellschaft erlebbar und begreifbar.  Durch attraktive Sonderausstellungen, welche im Laufe der Zeit immer wieder wechseln, wird der Blick gezielt auf verschiedenste Aspekte  von Kommunikation gerichtet.

Mit Interesse machten wir uns auf den Weg in die oberste Etage des Hauses, auf der sich die Sonderausstellung "Gerüchte" befand. Kaum  hatten wir den Eingang passiert, konnten wir schon in die Welt der Gerüchte eintauchen. Der Flüsterwald hielt einfallsreich Zitate, Aussagen und Gerüchte bereit.  Die Ausstellung verwickelte uns Besucher  interaktiv in das Netz der Gerüchte.

Es bestand die Möglichkeit, sich mit den neugierigen "Gerüchteagenten" auszutauschen, die projiziert wurden und sich schließlich in einer Box befanden. Oder am "Gerüchtegenerator" selber Gerüchte zu verbreiten. Tafeln und Bilder vermittelten die Geschichte der Gerüchte, die Vorurteile über Verschwörungstheorien bis hin zu Urban Legends. Neben Klatsch und Tratsch stand die Politik und Wirtschaft als Ort der Entstehung und Verbreitung von Gerüchten. Zudem konnte man zahlreichen Legenden begegnen, wie beispielsweise "die Spinne in der Yuccapalme", dem verschwundenen "Bernsteinzimmer"  oder der "achten" kanarischen Insel San Borondon.

 

Nicht nur das Museum selbst fungierte als Medium. Facettenreich und interaktiv lautete die Devise um den Besucher Inhalte zu vermitteln. Als attraktive Aktion  erwies sich der "Rumor Fighter", ein Schnellkurs am PC, bei dem man durch das Beantworten einiger Fragen sich selber testen und sich dadurch bestens für den zukünftigen Umgang  mit Gerüchten wappnen konnte. Fernseher und Couch waren eine ergänzende Lichtung im Flüsterwald und brachten die Verbreitung von Gerüchten in verschiedenen Filmen und Sendungsausschnitten nahe.

 

Abschließend lässt sich zu dieser Sonderausstellung zum Thema "Gerüchte" sagen, dass es sich dabei um eine sehr interessante, mit viel Kreativität und Farbe vielfältig und umfangreich gestaltete Ausstellung gehandelt hat und uns der Besuch sehr gefallen hat. Wir konnten viele neue Informationen daraus mitnehmen, um hoffentlich in Zukunft gegenüber Gerüchten besser gewappnet  zu sein. 

Janina Schneider und Julia Fromm


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