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Geschichte

Wir machen Geschichte

Warum machen wir Geschichte?

"Wir sind Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen. Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige, und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen."

Bernhard von Chartres (1080-1167) zeigt uns in diesem Gleichnis sehr eindrucksvoll das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart: Die Vergangenheit ist ein Riese, die Gegenwart ein Zwerg, trotzdem sieht die Gegenwart weiter, weil sie auf den Schultern der Vergangenheit sitzt. Die Beschäftigung mit Geschichte führt also zu mehr Weitblick.

Beschäftigung mit Geschichte führt uns immer wieder zu der Erkenntnis, dass die persönlichen, gesellschaftlichen, politischen und religiösen Verhältnisse in ständigem Wandel begriffen sind. Im Zuge der Auseinandersetzung mit Geschichte erkennen wir, dass wir eine Mitverantwortung für den Ablauf der Ereignisse tragen. Zu gegebener Zeit müssen wir auf eine geschichtliche Situation, auf politische oder gesellschaftliche Verhältnisse mit Entscheidungen und Taten antworten, die wir später dann zu verantworten haben.

Die Vergangenheit beeinflusst also unser Denken und Handeln in der Gegenwart, und auch die Zukunft wird bestimmt durch das, was wir heute tun oder unterlassen. Der Philosoph George Santayama hat das einmal so ausgedrückt: "Wer nicht von der Geschichte lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

Geschichte begegnet uns im Alltag: in den unterschiedlichen Stilen von Städten und Gebäuden, in den Namen von Straßen und Plätzen, auf Euromünzen, in Gestalt von Feiertagen und Festen, nicht zuletzt in adaptierter Form in Fantasy und Science-Fiction. Überall hinterlässt die Vergangenheit ihre Spuren. Der Mensch und die ihn umgebende Welt sind nur aus der Geschichte heraus zu erklären und zu begreifen.

Wie machen wir Geschichte?

Der Geschichtsunterricht beginnt mit der 6. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler befinden sich in einem Alter, in dem historische Neugier geweckt ist und Fragen zur Vergangenheit gestellt werden. Geschichtsbewusstsein entwickelt sich in dieser Altersstufe vor allem über das Zeitbewusstsein. Dies soll möglichst anschaulich passieren: Präsentation historischer Gegenstände, Geschichtserzählungen, Bilder, Rollenspiele, Museumsbesuche, Exkursionen und projekthaftes Arbeiten ermöglichen erste Einblicke in Lebens- und Arbeitsformen von der Steinzeit bis zu den antiken Griechen und Römern.

Die in den Klassen 7 und 8 zu erwerbenden Kompetenzen bauen auf denen der Klassenstufe 6 auf. Die Schülerinnen und Schüler lernen Quellen auf ihre Standortgebundenheit hin zu überprüfen sowie Informationen zu historischen Ereignissen in altersgemäßer Weise zu recherchieren und zu präsentieren. In dieser Lebensphase beginnen die Jugendlichen verstärkt sich mit ihrer Identität auseinanderzusetzen und suchen Orientierung. Durch die Auseinandersetzung mit der eigenen wie mit fremden Kulturen wird Identitätsbewusstsein gefördert. Eigene Einstellungen und Vorurteile können bewusst gemacht sowie Einsichten in den Sinn und die Funktion gesellschaftlicher und politischer Regelungen gewonnen werden. Dies fördert Kritikfähigkeit und dient der Entwicklung demokratischen Handelns. Der inhaltliche Bogen spannt sich in Klasse 7 von der Herrschaft und Gesellschaft im Mittelalter  bis in den Beginn der Neuzeit, in Klasse 8 von der Französischen Revolution über die Industrialisierung bis hin zur Entwicklung Deutschlands zwischen 1815 und dem Ersten Weltkrieg.

Der Geschichtsunterricht in Klasse 9 verfolgt das Ziel, die Schülerinnen und Schüler über die Beschäftigung mit den Geschehensabläufen der jüngeren Vergangenheit zu einer Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Entwicklungen Deutschlands im internationalen Rahmen zu führen. Gerade die Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte und deren Einordnung in den internationalen Kontext ist in besonderer Weise geeignet, die Einsicht in den Wert einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaftsordnung sowie die Verbundenheit mit dem eigenen engeren Lebensraum einerseits und die Bedeutung globaler Strukturen andererseits zu fördern. Der chronologische Durchgang endet nach Klasse 9.

Das Thema "Europa" in Klasse 10 führt die Schülerinnen und Schüler zur Beschäftigung mit der Vielfalt kultureller und staatlicher Entwicklungen in Europa sowie den daraus erwachsenden Formen und Problemen der europäischen Einheit.

Der Unterricht in der Sekundarstufe II baut auf den Kompetenzen auf, die die Schüler aus der Unter- und Mittelstufe mitbringen. Dabei wird kein "zweiter Durchgang" angestrebt, sondern eine thematische Vertiefung mithilfe von altersangemessenen komplexen Kategorien wie zum Beispiel der "Modernisierung" in Klasse 11. Die Schülerinnen können das Fach 2-stündig als Grundkurs oder 4-stündig als Neigungsfach wählen.

Wer macht Geschichte?

Die Fachschaft Geschichte besteht aus (in alphabetischer Reihenfolge):

 

  • Helmut Dreher
  • Michael Faiß
  • Silke Fischer
  • Judith Gebhard
  • Katja Heck
  • Barbara Willenberg 
  • Krisztina Kaltenecker

 

 

 

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