Mitwirkung des Basiskurses Geschichte K2/Willenberg bei der Jubiläumsveranstaltung des Dokumentationszentrums Grafeneck
20 Jahre Dokumentationszentrum Grafeneck und wir durften dabei sein. Im Rahmen unseres Geschichtsunterrichts hatten wir die Möglichkeit bei der Jubiläumsfeier des Dokumentationszentrums Grafeneck mitzuwirken.
Unsere Aufgabe bestand darin, kurze Textbeiträge zum historischen Hintergrund mit Bezug zu Gegenwart und Zukunft zu erarbeiten. Dies erfolgte in verschiedenen Schritten und in Begleitung von Kathrin Bauer, der wissenschaftlichen und pädagogischen Mitarbeiterin des Dokumentationszentrums Grafeneck.
Zunächst befassten wir uns mit dem historischen Hintergrund von Grafeneck. Besonders eindrücklich waren hierbei die Geschichten der Opfer Grafenecks sowie die Übernahme des Geländes durch die Nationalsozialisten. Frau Bauer stellte uns unter anderem Ausweise, Sterbeurkunden sowie offizielle Dokumente des Geländes zur Verfügung, was die Thematik und die schrecklichen Ereignisse jener Zeit für uns noch greifbarer und realer machte.
Auf dieser Grundlage und mit weiteren Materialien (Texte, Videos, Buch über Ausstellung des Dokumentationszentrums) war es uns möglich, die Inhalte unserer Beiträge zu verfassen. Für die Themenblöcke „Opfergeschichte“, „Geschichte und Gegenwart“ und „Dokumentationszentrum der Zukunft“ erarbeiteten wir in Kleingruppen Texte zur Präsentation bei der Jubiläumsveranstaltung.
Am Tag der Veranstaltung trafen wir uns im Speisesaal des Schlosses und hatten ersten Kontakt mit Anwohnern und anderen wichtigen Persönlichkeiten des Dokumentationszentrums.
Nach Eintreffen aller Gäste und Beteiligten hörten wir verschiedene Beiträge über Grafeneck – mit Blicken in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, unter anderem von Thomas Stöckle, dem Leiter der Gedenkstätte und von der Präsidentin des Landtags, Muhterem Aras.
Auch wir Schülerinnen und Schüler konnten uns mit unseren Beiträgen erfolgreich in das Programm einbringen. Mit musikalischen Darbietungen, der Geschichte Theodor Kynasts als einem der Opfer, einem Interview mit dem Anwohner Gerd Holder und einer Zukunftsvision des Dokumentationszentrums bereicherten wir als Vertreter:innen der jungen Generation das Programm. Dies kam auch im nachträglichen Austausch mit anderen Gästen und Presseberichten zum Ausdruck.
Insgesamt war die Einladung zu so einer Veranstaltung eine besondere Erfahrung für uns. Sich so eingehend mit der Geschichte der Region zu befassen, Zeitzeugen zu hören und zu sehen, echte Dokumente aus jener Zeit in den Händen zu halten, macht Geschichte erst begreifbar. Sich dann mit eigenen Beiträgen und Ideen zu Wort melden zu dürfen und in diesem Rahmen ernst genommen zu werden, war uns eine Ehre.
Rosalie Friemel und Johannes Klett für den Geschichte-Basiskurs der K2 mit B. Willenberg

