Pädagogisches Konzept

Unser pädagogisches Konzept fußt auf dem Grundkonsens, unserem Leitbild. Dieser erleichtert unser Zusammenleben, denn so wissen wir alle, was wir voneinander erwarten, und worüber wir uns an der Schule einig sind.
Die Gedanken, die der Grundkonsens formuliert, lassen sich u.a. in den folgenden Umsetzungen wiederfinden.

Unser Grundkonsens

Hier ist unser Grundkonsens als Bild, aber auch zum Download.

 

  • Unsere akuelle Schülervereinbarung
  • Unsere Elternvereinbarung
  • Unsere Lehrervereinbarung

Ganztagsschule

Die Mittagspause ist Essens und Pausenzeit und - wenn man möchte - betreute Lern- bzw. Hausaufgabenzeit. Soziales Leben, intensive Kommunikation auch mit Lehrern, Spiel und Erholung, Freiluftaktivitäten und Rückzugsmöglichkeiten sollen hier möglich sein. Das Mittagessen wird mit einem Tablettsystem organisiert, ist für alle verpflichtend und steht für die Schüler meist am Beginn der Mittagspause. Viele nutzen das Mittagessen und die Zeit danach für einen Plausch unter Freunden.
Mit unserem zu Beginn des Schuljahrs 2006/2007 eingeführten Modell haben wir überwiegend sehr gute Erfahrungen gemacht, wir versuchen es nun bei steigender Zahl von Ganztagesschülern zu verstetigen und weiter zu verbessern.
Bei unserem Modell profitieren wir von unseren motivierten Kolleginnen und Kollegen, von denen viele schon Internats- und Horterfahrung mitbringen. Auch sind die räumlichen "Ressourcen" hervorragend, weil wir neben einem relativ großzügigen Angebot an ehemaligen Hort- und Internatsräumen auch neu hinzugekommene "freie Lernorte" wie Bibliothek mit Computerarbeitsplätzen, "Study", Cafeteria, Freizeiträume mit Billiard und Tischkicker oder SMV-Räume nutzen können. Nicht zu vergessen unseren "Raum der Stille" und den umgebauten Mensa- und Küchenbereich.

Die 4 Säulen des Mössinger Modells
1. Säule: LvDs Koordinatoren
Für Kontinuität und schnelle Reaktion bei auftretenden Problemen und für die Organisation der Mittagspausen-Betreuung sind drei "Koordinatoren" verantwortlich, je einer an jedem GTS-Tagen. Sie haben den Überblick über "ihr" Tagesteam und über die Veranstaltungen des Tages. Wöchentlich treffen sie sich zu einer gemeinsamen Besprechung.
2. Säule: Viele Angebote und viele Mitarbeiter im Einsatz
Eine hohe Lehrerpräsenz während der Mittagspause und ein großes LeA-Angebot in dieser Zeit erreichen wir durch die Verlegung fast alle unsererLeAs in den Mittagspausen-Bereich.
3. Säule: Schüler engagieren sich in Verantwortungs-LeAs
Jeder unserer Schüler muss mindestens ein Mal während seiner Schullaufbahn eine Verantwortungs-LeA absolvieren (ab Klasse 8). Dies sichert eine ausreichende Mitarbeit von älteren Schülern in schulischen und außerschulischen Bereichen (Lernzeit-Betreuung, Schülermentoren, Mitarbeit in Vereinen)
4. Säule: Viel Zeit, über die Schüler/innen frei verfügen können
Alle Schüler/innen haben täglich 2 volle Stunden Mittagspause und die Gelegenheit, in dieser Zeit zu Mittag zu essen, Hausaufgaben zu machen (betreut durch Fachlehrer und Schüler), eine LeA zu besuchen oder aber sich "nur" zu erholen.

Der Morgenkreis

Der Morgenkreis in Kl. 5 und 6 eröffnet die Woche mit einer Liturgie, Gebet und Lied und bietet Raum, Klassenthemen zu besprechen und die Klasse zu einer Gemeinschaft zusammenzuführen und gleichzeitig einen Raum der Ruhe und der Stille zu eröffnen.

Alle Klassen der Unter- und Mittelstufe am EFG haben wöchentlich eine Klassenstunde (bzw. in Kl.5 Morgenkreis). Damit verfolgen wir folgende Ziele:

  • Die Erörterung von organisatorischen Fragen, aber auch Klassenklima usw. bekommen einen eigenen Ort und finden nicht während des Fachunterrichts statt. 
  • Einzelgespräche als "Entwicklungsgespräche" können mit jedem Schüler geführt werden, mit dem Ziel jeden individuell zu fördern.

Freiarbeit

Ziel der Freiarbeit ist es, die Selbstlernkompetenzen der Schüler/innen zu entwickeln und zu fördern, gerade auch als Vorbereitung auf die Wahl von freien Lernangeboten (LeAs) im fachlichen Bereich.

Ein Beispiel: Die Schüler/innen werden bei einer schlechten Note nicht in Fördermaßnahmen gedrängt, aber sie werden beraten und bekommen ein Angebot. Die Entscheidung treffen letztlich die Schüler/innen selbst. Das kann auch die Entscheidung für eine bessere Note in einem anderen Fach sein bei Akzeptanz der schlechten Note im einen Fach.

Umfang
In Klasse 5: 1 Std. Mathematik, 1 Std. Englisch, 1 Std. Deutsch
In Klasse 6: 1,5 Stunden Mathematik/Englisch/Deutsch gemischt


Es gibt einen eigenen Freiarbeitsraum (Raum 340), wo alle Materialien und Arbeitspläne gelagert sind.

Selbstlernzeiten

Hausaufgaben zuhause machen? Das ist in den unteren Klassen bei uns ein selbstgewähltes Schicksal, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, diese unter Anleitung bereits in der Schule zu erledigten.

  • Im Rahmen der Mittagspause an den Ganztagen: Montag, Dienstag und Donnerstag.
  • In der Klasse 5 gibt es eine Hausaufgabenstunde.
  • In der Klasse 6 gibt es im ersten Halbjahr eine verpflichtende Hausaufgabenstunde, im zweiten Halbjahr wird je nach Selbstständigkeit der einzelnen Schülerinnen und Schüler entschieden, ob diese bis zum Ende des Schuljahres weitergeführt wird.

Das Fach PerLe

Im Fach "Persönlichkeit & Lernen" (PerLe) lernen die Schüler/innen zusammen mit den Klassenlehrer/innen und den Sozialpädagoginnen über Teamarbeit, die Klasse als Gruppe, über Selbstorganisation und über die Fragen, wie ich am besten lernen kann. Dieses Fach gibt es in Klasse 5.

Freie Lernangebote (LeA)

Lernen geschieht nicht nur in Unterrichtsfächern. Wir öffnen deshalb ganz bewusst Räume, in denen bewertungsfrei und selbst gewählt in und außerhalb der Schule gelernt werden kann. Zwei Schulstunden pro Woche - oder in Kompaktphasen - gibt es ein vielfältiges Angebot von Mathe - Werkstätten bis zum Theateraiftritt - angeboten von LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern, Unternehmen und Vereinen.

Sie werden in der Mittagspause oder in der Freizeit besucht und ersetzen zwei Unterrichtsstunden pro Jahr.

Methoden- und Mediencurriculum

Um sicherzustellen, dass die wichtigsten (Lern-)Methoden systematisch und für alle zuverlässig eingeführt sind, haben wir ein Methoden- und Mediencurriculum. Je ein 4er-Team als Lehrerinnen und Lehrern ist für ein Thema verantwortlich und gestaltet den Tag für die jeweilige Klasse.
Hier einige Beispiele:

  • Recherchieren: Prüfung und Beurteilung von Quellen
  • Präsentieren: GFS-Grundlagen, alternative (kreative) Präsentationsformen
  • Erstellung einer Hausarbeit
  • Medien: Reflexion über Medienkonsum und Tagesstruktur
  • Persönlichkeit: Umgang mit Stress und Leistungsdruck; Motivation
  • Medienrecht
  • Medienethik: Bearbeitugn einer aktuellen Fragestellung anhand eines Buchs, Films oder einer Serie
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