Unsere Schule im Überblick

Das Firstwald-Gymnasium Mössingen ist ein zweizügiges, allgemeinbildendes Ganztagesgymnasium in der Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg mit den Profilfächern "Naturwissenschaft und Technik" und dem besonderen Profilfach "Mensch und Medien".

Im Jahr 2010 wurden die Schule mit dem Deutschen Schulpreis für den Bereich "Schulentwicklung" ausgezeichnet, in den Jahren 2016 und 2019 als "MINT-freundliche Schule" und im Jahr 2019 als "Digitale Schule".

 

 

Gemeinsam unterwegs - auf Augenhöhe

Das Leitbild unseres Evangelischen Firstwald-Gymnasiums, als Lern- und Lebenshaus, orientiert sich am christlichen Menschenbild und seinen Werten: Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes ist in seiner Würde und Individualität unantastbar. Aus dem Zuspruch von Jesus Christus erfahren wir, dass wir so, wie wir sind, mit unseren Stärken und Schwächen, angenommen sind. Gottes Geist hilft uns als Gemeinschaft miteinander zu leben, zu feiern und uns mit Respekt und Achtung zu begegnen. 

So ist die Begegnung auf Augenhöhe, wie Martin Buber sie versteht, prägend: Alle am Schulleben Beteiligten sollen sich als gleichwertige Partner mit gegenseitigem Vertrauen, Offenheit und Ehrlichkeit begegnen. Wir lernen voneinander und miteinander und geben jedem Einzelnen die Möglichkeit zu wachsen und sich mit seinen Gaben zu entfalten. Dabei dürfen wir Fehler machen. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung", schreibt Martin Buber. Wir wollen deshalb eine Schule sein, in der sich die Menschen auf Augenhöhe begegnen.

Profil und Aufbau

Das Firstwald-Gymnasium Mössingen ist ein zweizügiges, allgemeinbildendes Ganztagsgymnasium in der Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Neben dem G8-Gymnasium bietet das Aufbaugymnasium ab Klasse 10 Absolventen der mittleren Reife die Möglichkeit, in drei Schuljahren das Abitur zu erlangen.

Auch Schüler/innen des Gymnasiums ab Klasse 5 können diese Klasse 10+ als individuelles Zwischenjahr (G9) nutzen, um fachliche Defizite aufzuholen, Interessen im sozialen, sportlichen oder ehrenamtlichen Bereich nachzugehen oder auch um Erfahrungen im Ausland zu sammeln.

Mit einem kleinen angegliederten Internat bleibt die Schule ihrer Tradition als Internatsschule treu und bietet Jugendlichen mit langen Anfahrtswegen oder besonderen Bedürfnissen oder Interessen nicht nur ein zweites Zuhause, sondern auch zusätzliche, individuelle Betreuung auf dem Weg zum Abitur.

Unsere Ganztagesstruktur

Mittagspausenkonzept
Eine erholsame Mittagspause lebt von einem guten Essen: Unsere hauseigene Küche kocht frisch und soweit wie möglich regional, und das seit Jahren DGE-zertifiziert.

Unser Modell der Mittagspausen-Betreuung mit zwei vollen Stunden Mittagspause an den drei Tagen mit Nachmittagsunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern neben dem Essen die durch Fachlehrer und Schüler betreute Hausaufgaben- und Lernzeit zu nutzen, ein selbstgewähltes Lernangebot (LeA) zu besuchen oder sich zu erholen. Beim betreuten Angebot können die Kinder basteln, spielen, toben, sich zurückziehen und abschalten. Im offenen Büro steht eine Sozialpädagogin als Ansprechpartnerin zur Verfügung. 

Ein Team aus Sozialpädagoginnen, Mittagspausenkoordinator/innen und jeweiligen Tagesteams sorgt für Organisation, Kontinuität und Präsenz und steht jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Freie Lernangebote (LeA)
Lernen geschieht dort, wo man Freude an etwas hat, wo man von etwas fasziniert wird, wenn man neugierig ist, oder wenn man anderen etwas beibringt. Deshalb öffnen wir in unserer Schule ein Fenster in Richtung dieser Möglichkeiten und nutzen die zwei verfügbaren Poolstunden pro Woche für freie Lernangebote (LeA). Diese sind unbenotet und frei wählbar aus den Bereichen Freizeit, Fachbezogenes, Sport, Kreatives, Soziales oder Außergewöhnliches.

Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-10 dürfen in diesem System selbst entscheiden, was sie lernen oder wofür sie Verantwortung übernehmen möchten (Verantwortungs-LeA). Im jeweiligen Endjahreszeugnis und gesammelt am Ende der Mittelstufe können die Schülerinnen und Schüler in ihrem LeA-Portfolio einen Überblick über ihre Interessen, Stärken oder neuen Erfahrungen gewinnen bzw. feststellen, dass sie bereits selbst ein Lernangebot leiten können.

Schulentwicklung - immer auf dem Weg

Schule gemeinsam entwickeln
Gesellschaftliche Veränderungen wie aktuell die Digitalisierung oder der Klimawandel erfordern von einer Schule, sich immer wieder neu auszurichten und dabei immer auch Orientierung zu geben. Am Firstwald entwickeln Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam die Schule weiter: Es gibt ein regelmäßiges Forum mit den Eltern, ein Schulentwicklungsteam sowie die Einbindung der Schülerinnen und Schüler über SMV und Konvent. 2010 erhielten wir den Deutschen Schulpreis für den Bereich Schulentwicklung.

Zeitgemäß Lernen
Ein Beispiel für einen gemeinsamen Schulentwicklungsprozess ist das Projekt "Zeitgemäß Lernen". Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer haben gemeinsam ein Modell entwickelt, wie Lernen und Unterricht in Zukunft aussehen können. Hierbei stehen Projektorientierung und Forschendes Lernen im Vordergrund. Aktuelle technische Entwicklungen werden so Teil des pädagogischen Konzepts. Daher sprechen wir auch nicht von Laptop-/ oder Tabletklassen, sondern nehmen neue Lernformen in den Blick. Wir denken, dass wir Schülerinnen und Schüler so besser in die Lage versetzen, Gesellschaft zu verstehen, aktiv mitzugestalten und neuen ethischen Fragestellungen zu begegnen.

Persönlichkeitsbildung

Im Sinne unseres Grundkonsenses ermöglichen wir unseren Schüler/innen, ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen weiterzuentwickeln, um innerhalb der Schulgemeinschaft und darüber hinaus verantwortungsbewusst handeln und Konflikte konstruktiv lösen zu können.
Um dafür eine tragende Basis zu schaffen, legen wir in Klasse 5 mit folgenden Elementen einen Schwerpunkt auf soziales Lernen:

  • das Fach "PerLe" (Persönlichkeit und Lernen) wird einstündig in Klasse 5 unterrichtet und umfasst neben Methodentraining auch das Einüben sozialer Kompetenzen. PerLe wird von den jeweiligen Klassenlehrer/innen und unseren Sozialpädagoginnen gemeinsam unterrichtet,
  • dreitägiges Schullandheim,
  • Morgenkreis zur Eröffnung der Woche.

In den höheren Klassen wird dies fortgeführt in

  • einem fünftägigen erlebnispädagogischen Schullandheim in Klasse 7
  • einem diakonischen Praktikum in Klasse 10
  • Kennenlerntage im Aufbaugymnasium (10+)
  • einer selbstorganisierten Verantwortungs-LeA, die eine gemeinnützige und ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb oder außerhalb der Schule umfasst.

Die wöchentlichen Klassenstunden (Klasse 6-9) mit Klassenlehrer/in werden genutzt, um Organisatorisches zu besprechen, aber auch um Kommunikations- und Konfliktlösestrategien zu üben oder Präventionsprojekte durchzuführen.

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