Geo-Exkursion ins Hegau

Zu einer gemeinsamen Exkursion brachen die beiden Geographie-Leistungskurse der Kursstufe 1 und der Kursstufe 2 am 26. Januar in den Hegau auf – eine geomorphologisch äußerst spannende Landschaft, die sowohl durch Vulkanismus als auch durch die Vergletscherungen der Eiszeiten geprägt wurde.

Der erste Standort unserer Reise in die geologische Vergangenheit war der ehemalige Steinbruch im Kesselgrund am Rosenegger Berg. Dieser wird von sogenannten Deckentuffen aufgebaut, die im Miozän abgelagert wurden und sich über die Sedimente der Oberen Süßwassermolasse legten. Die Deckentuffe entstanden bei explosiven Vulkanausbrüchen entlang einer tiefreichenden Spalte in der Erdkruste, deren Aufreißen vermutlich im Zusammenhang mit der Hebung der Alpen stand.

Der zweite Halt führte uns auf den Hohenstoffeln, einen markanten Kegelberg, der aus dem harten Rest eines ehemaligen Magmapropfens hervorgegangen ist. In einem ehemaligen Steinbruch an der Nordseite des Berges konnten die charakteristischen Basaltsäulen aus Olivin-Melilithit gut beobachtet werden. Ein Teil der Gruppe machte sich anschließend trotz eisiger Bedingungen auf den Weg zum Gipfel. Von dort bot sich ein beeindruckender Weitblick über den Bodensee bis hin zu den Alpen.

Der letzte Standort der Exkursion war der Hohenkrähen, welcher der jüngsten Phase des Hegau-Vulkanismus zuzuordnen ist. Die zähflüssigen Phonolith-Intrusionen erreichten die damalige pliozäne Landoberfläche nicht, sondern erstarrten innerhalb der Molasseschichten. Vom Gipfel aus ließ sich zudem der prägende glaziale Einfluss durch den Rheingletscher auf die Landschaft erkennen. 

Steffen Schaal

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