Mission Stratosphäre

Im Rahmen der Projektwoche hatten wir das Ziel, einen Ballon in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen. Dafür teilten wir unsere Gruppe von 16 Schülerinnen und Schülern in fünf Teams ein: Sondenbau, Elektronik, Flugplanung, Event und Medien. Anschließend sammelten wir in einem Brainstorming Ideen und verteilten die anstehenden Aufgaben. Im Laufe des Tages begannen wir den Bau der Sonde, programmierten die Sensoren und überprüften die Wetterlage sowie die geplante Flugbahn. Bereits am Montag fiel uns auf, dass der geplante Flug am Donnerstag wetterbedingt möglicherweise nicht stattfinden könnte.

Am Dienstag wurde aufgrund der Wettervorhersage die endgültige Entscheidung getroffen, den Start des Ballons auf Mittwoch vorzuverlegen. Dies brachte uns in Zeitnot. Um dem vorgezogenen Start am nächsten Tag zu ermöglichen, blieben die Schüler:innen am Dienstag extra etwas länger an der Schule. Es wurden die letzten Arbeiten an den verschiedenen Bauteilen erledigt und die Technik fertiggestellt sowie verlötet. Nebenher testete eine Gruppe den GPS-Tracker im benachbarten Firstwald, um sicherzustellen, dass wir die Sonde nach der Landung orten und bergen können. Zur Stärkung wurde mittags gemeinsam auf dem Pausenhof gegrillt.

Am Mittwoch wurden schließlich die Technik und alle Teile der Sonde zusammengebaut und die Befestigungsschnüre angebracht. Währenddessen begann auf dem Pausenhof der Aufbau für unser kleines Startevent.

Dann war es endlich so weit und unser Stratosphärenballon wurde mithilfe von zwei großen Heliumflaschen befüllt. Hier war größte Konzentration geboten, damit der empfindliche Ballon nicht beschädigt wurde und die zuvor berechnete Heliummenge möglichst genau getroffen wurde.

Nach dem gemeinsamen Countdown und dem erfolgreichen Start gegen 10:30 Uhr, konnte der Ballon über den angebrachten GPS-Tracker live verfolgt werden. Anhand der GPS-Daten fuhren wir dem Ballon in zwei gemieteten Kleinbussen und einem Pkw hinterher, um ihn nach der Landung möglichst schnell zu bergen. Gegen Mittag legten wir gemeinsam einen Stopp beim McDonald’s in Sigmaringen ein, bevor wir die Verfolgung des Ballons fortsetzten. Um 13:41 Uhr meldete das GPS-Signal die Landung der Sonde am Rande eines Kieswerks bei Bad Saulgau – rund 60 km entfernt vom Startpunkt. 

Als wir über kleine Waldwege schließlich an der Landestelle ankamen, erkundeten wir zunächst die Umgebung und entdeckten mit großer Euphorie schon nach kurzer Zeit unsere weiße Sonde und den daran befestigten roten Fallschirm. Für die sichere Bergung mussten wir einen kleinen Hang hinabsteigen. Als wir schließlich an der Sonde ankamen, waren wir sehr erleichtert, dass sie sich in einem sehr guten Zustand befand. Zu unserer großen Freude zeichneten alle drei Kameras den gesamten Flug auf. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit machten wir uns zügig auf den Rückweg. Zurück an der Schule sichteten wir voller Vorfreude noch einen Teil des Videomaterials und kontrollierten, ob die Sensoren erfolgreich Daten aufgezeichnet hatten.

Die Auswertung der Daten am Donnerstag und Freitag ergab eine maximale Flughöhe von 34.500 Metern und eine Tiefsttemperatur von rund -40 °C. Der gesamte Flug kann auf unserem YouTube-Kanal „Firstwald-Gymnasium Mössingen“ angeschaut werden.

Vielen Dank an alle Sponsoren, die dieses Projekt ermöglicht haben: Kreissparkasse Tübingen, Heinrich Schmid Mössingen, Volksbank in der Region und die Druckerei Sautter aus Reutlingen. Zudem möchten wir uns beim Autohaus Ernst Maier, das die Kleinbusse für die Bergung zur Verfügung gestellt hat, bedanken. (Ob)

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